Monthly Archives: May 2009

Die erträgliche Leichtigkeit der last modification time

Wenn ich manchmal die letzte Modifikationszeit von meinen alten Dateien sehe, erinnere ich mich an die Ereignisse meines Lebens in jener Zeit. Ein Zeitknoten schließt sich in diesem Moment: die trivialen Details, die mit dieser Datei verbunden sind, werden zum Fenster einer Vergangenheit.

Ein paar Schritte zurück, und das ganze Dateisystem des Rechners verwandelt sich in ein stilles Tagebuch. So etwas wie der Sternenhimmel.

Berliner Luft

In den letzten Wochen macht es mir gar keinen Spaß in Berlin (außerhalb der Parks) mit dem Fahrrad zu fahren. Entweder ist das Abgasvolumen sehr gestiegen oder ist mein Geruchssinn besser geworden. Und das sogar an windigen Tagen!...

Wenn man den Spaßfaktor nicht berücksichtigt, bleibt noch der Trainingsfaktor. Aber lohnt es sich? Es scheint mir, dass der Schaden, der durch die Einatmung der Abgase während einer hohen körperlichen Belastung erfolgt, sehr viel größer als  der Schaden eines Fußgängers oder Autofahrers ist. Denn man absorbiert (oder besser: filtriert) mehr Luftvolumen in der selben Zeit.

D.h., dass es angenehmer und sogar gesünder ist, in der Stadt ein Auto und kein Fahrrad zu fahren. Schließen sich immer mehr Leute dieser Feststellung an, wird in der Zukunft die Anzahl der Autofahrer steigen. Das wird aber die Luftverschmutzung verschlimmern. Das heißt immer weniger Fahradfahrer und immer mehr Autofahrer. Bis die Anzahl der Fahradfahrar 0 wird (wie in vielen anderen europäischen Städten).

Gibt es eine Lösung? Entweder sollen alle Autos Treibstoffe ohne gefährliche Abgase gebrauchen (das wird lange dauern bis und wenn es realisiert wird), oder muß der Staat die Nutzung des Autos in der Stadt schwieriger und den öffentlicher Verkehr preisgünstiger machen. Aber ich glaube nicht, dass es eine solche Intention gibt.